Maskenarten

Was unterscheidet die verschiedenen Maskenarten am Markt

Der Mund-Nasen-Schutz (MNS) ist Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA), die bei Arbeiten und Tätigkeiten getragen werden müssen, bei denen es aufgrund ihrer Gefährlichkeit zu Gesundheitsbeeinträchtigungen bzw. Verletzungen in unterschiedlichstem Ausmaße kommen kann. In einigen asiatischen Ländern ist das Tragen von Hygienemasken in der Öffentlichkeit bekanntermaßen seit geraumer Zeit üblich, um der Verbreitung von Infektionskrankheiten vorzubeugen. Die Maske ist in vielen dieser Gebiete als Teil eines gesellschaftlichen Schutzkonzeptes nicht nur akzeptiert, sondern in vielen Bereichen lange gelebter Alltag. Durch den SARS-CoV-2 Virus hat sich diese Praxis nun weltweit für  den Großteil der Bevölkerung in diese Richtung entwickelt.

Wichtig ist hierbei der feine Unterschied aller Produkte, die Träger unterschiedlichen Schutz bieten. Denn es gibt verschiedene Maskentypen, die sich in ihrem Design und ihrer Schutzwirkung teils deutlich unterscheiden. 


Im Folgenden möchten wir nun über die generellen Maskentypen mit Ihren jeweiligen Eigenschaften genau aufklären und nicht nur Ihre individuelle Funktion, sondern auch das entsprechende Einsatzgebiet der Maskenarten erläutern. 


Grundsätzlich unterschieden wird zwischen drei Arten: Mund-Nasen-Schutz, OP-Maske und partikelfiltrierenden Halbmasken.


Die Mund-Nasen-Bedeckung (Community oder Alltagsmaske)

Während medizinische Gesichtsmasken und partikelfilternde Halbmasken genaue Normen und Vorschriften für die Schutzwirkung erfüllen müssen, werden Mund-Nasen-Bedeckungen nicht nach entsprechenden gesetzlichen und normativen Anforderungen geprüft. Sie können daher ohne ein behördliches Verfahren auf den Markt gebracht werden. Für die Herstellung der für die Masken verwendeten Stoffe gibt es also keine Vorgaben des Gesetzgebers, wie z. B. zur Filterleistung. Meist werden diese Mund-Nasen-Bedeckungen aus handelsüblichen Stoffen genäht. Entsprechend vielfältig sind ihr Aussehen und ihre Dichtigkeit - da sich die verwendeten Stoffe in Design und Materialeigenschaften unterscheiden.    

Da sie im Alltag getragen werden, hat sich umgangssprachlich auch oft der Begriff “Alltagsmaske” etabliert. Solche Alltagsmasken erbringen nicht die in den technischen Normen definierten Leistungsnachweise, wie sie für all unsere medizinischen Gesichtsmasken und die partikelfiltrierenden Halbmasken präzise gefordert sind. 

Sie bieten also in der Regel weniger Schutz als die streng regulierten und akribisch geprüften Maskentypen, wie beispielsweise die FFP2-Maske. Das bedeutet aber nicht, dass Alltagsmasken überhaupt keine Schutzwirkung haben. International gibt es zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen, die die gewonnenen Erfahrungen über die Wirksamkeit der Mund-Nasen-Bedeckungen im Sinne eines allgemeinen Bevölkerungsschutzes bestätigen. So kann zum Beispiel die Mund-/Nasenschleimhaut im Großen und Ganzen vor Kontakt mit kontaminierten Händen bewahrt werden, die mit einer Textilie vor dem Mund zumindest etwas Schutz bietet als ohne Stoff über Mund und Nase. Außerdem wird die Abgabe von Tröpfchen und Spritzern durch Sprechen, Husten oder Niesen durch eine Stoffbedeckung vor dem Mund grundsätzlich reduziert.


Die medizinische Maske (OP-Maske oder Mund-Nasen-Schutz)

Medizinische Gesichtsmasken sind Medizinprodukte und wurden mit unzähligen Verbesserungen und Studien explizit für den Fremdschutz entwickelt. Sie bewahren vor allem das Gegenüber vor abgegebenen, infektiösen Tröpfchen. 


​​Durch die Form und den Sitz unserer medizinischen Gesichtsmasken kann ein Teil der Atemluft an den Rändern vorbeiströmen. Vor allem bei der Einatmung kann durch diesen sogenannten „Leckstrom“ ungefilterte Atemluft angesogen werden. Daher bieten medizinische Gesichtsmasken dem Träger in der Regel weniger Schutz gegenüber erregerhaltigen Aerosolen als partikelfiltrierende Halbmasken (s. unten). Medizinische Gesichtsmasken können jedoch die Mund- und Nasenpartie des Trägers vor einem direkten Auftreffen von ausgeatmeten Tröpfchen des Gegenübers schützen, sowie vor einer Erregerübertragung durch direkten Kontakt.


Im Gegensatz zu Alltagsmasken aus bloßem Stoff werden an Medizinprodukte natürlich besondere Ansprüche gestellt. Sie müssen daher mindestens den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und der europäischen Norm EN 14683:2019-10 genügen. Dafür erbringen wir selbstverständlich ein erfolgreiches Nachweisverfahren (Konformitätsbewertungsverfahren), um präzise und transparent zu belegen, dass unsere Produkte mindestens allen gesetzlichen Anforderungen entsprechen. 


Anschließend kennzeichnen wir all unsere medizinischen Masken mit dem weltweit renommierten CE-Kennzeichen, um sie im nächsten Schritt in Europa für den Schutz eines jeden Menschen zur Verfügung zu stellen. Selbstverständlich legen wir Medizinprodukte wie unsere Masken zudem für genaue Tests der in Deutschland zuständigen technische Organisation (dem TÜV Rheinland) für eine ausführliche Prüfung vor, um maximale Transparenz auf allen Ebenen zu gewährleisten. Durch deren globales Netzwerk aus Experten und Labors kann die volle Bandbreite an genauen, stichhaltigen und vollumfänglichen Tests unter modernsten Bedingungen gewährleistet und dauerhaft nach zuvor definierten Standards durchgeführt werden. Darüber hinaus verfügen wir auch selbst über einen hochmodernen Palas-Prüfstand nach State-of-the-Art.


Bei Verwendung unserer schützenden Masken muss beachtet werden, dass …

  • … bei der ersten Verwendung bzw. erstmaligen Nutzung auf Anwenderseite getestet werden sollte, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern
  • … eine durchfeuchtete Maske abgenommen und gewechselt werden sollte
  • … diese beim Abnehmen möglichst nur an den Bändern angefasst werden sollte
  • … nach Absetzen die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden sollten (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife)
  • … sie als Einwegprodukte für einen optimalen Schutz des Trägers vorgesehen sind und deshalb regelmäßig gewechselt und nach Einsatz sicher entsorgt werden sollten.

Die Atemschutzmaske(FFP2-Maske)

Die bislang vorwiegend im Bereich Handwerk bekannten partikelfiltrierenden Halbmasken, die umgangssprachlich auch Atemschutzmasken,”Staubschutzmasken” oder FFP-Masken (Englisch für: „Filtering Face Piece“) genannt werden, schützen die tragende Person vor dem Einatmen kleinster luftgetragenen Partikel, Aerosole oder Gefahren-/Giftstoffen. 


Sie sind überwiegend weiß, faltbar („Kaffeefilterform“) und durch unser hautverträgliches Soft Vlies bekannt für einen hohen Tragekomfort. Die Masken werden von uns für einen bestmöglichen Schutz des Trägers als Einwegprodukte hergestellt und müssen deshalb regelmäßig gewechselt und nach Gebrauch fachgerecht entsorgt werden. Die Tragedauer bei Verwendung am Arbeitsplatz ist in der Gefährdungsbeurteilung (DGUV Regel 112-190) für eine Arbeitsschicht festgelegt. Eine Arbeitsschicht kann grob als Zeitabschnitt über acht Stunden deklariert werden.


Eine FFP-Maske kann ihre Filterleistung aber nur dann erbringen, wenn die Ränder der Maske eng an der Haut anliegen und keine Luftströme in oder aus der Maske gelangen. Außerdem muss die Maske grundsätzlich gut passend über Mund, Nase und Wangen sitzen. Durch unseren optimierten Dichtesitz können alle Voraussetzungen für vollen Eigen- und Fremdschutz gewährleistet werden, während sich Träger unserer Maske gleichzeitig an einem hohen Tragekomfort erfreuen.


Wie auch medizinische Gesichtsmasken müssen FFP-Masken klare Anforderungen von Gesetzen und technischen Normen einhalten. Dabei wird insbesondere die Filterleistung des Maskenmaterials anhand der europäischen Norm EN 149:2001+A1:2009 mit Aerosolen getestet. FFP2-Masken müssen mindestens 94 % der Testaerosole filtern. Sie bieten daher einen nachweislich wirksamen Schutz gegen kleinste Partikel. Die oben genannte Prüfnorm ist gemeinsam mit dem CE-Kennzeichen und der vierstelligen Kennnummer auf der Oberfläche unserer FFP-Maske klar lesbar aufgedruckt.

Zusammenfassend möchten wir festhalten:
  • Mund-und-Nasen-Bedeckungen (Alltagsmasken) bestehen meist aus handelsüblichen Stoffen und sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt. Mund-Nasen-Bedeckungen tragen dazu bei, andere Menschen vor feinen Tröpfchen und Partikeln zu schützen, die jeder Mensch beispielsweise beim Sprechen, Husten oder Niesen für das bloße Auge oft nicht sichtbar ausstößt. Für Mund-Nasen-Bedeckungen aus bloßen Textilien sowie Einwegmasken ohne Beachtung medizinischer Normen bei der Fertigung gibt es jedoch keine gesetzlichen Anforderungen oder technische Normen.
  • Medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) wie OP-Masken, chirurgische Masken oder medizinische Gesichtsmasken entsprechen als Medizinprodukt einer klaren Prüfnorm mit präzisen Auflagen und müssen CE-zertifiziert sein. Die genauen Untergrenzen der Filtereigenschaften sind klar definiert und sollten von Herstellerseite auch verbindlich geprüft werden. Sie sind an der CE-Kennzeichnung auf der Verpackung zu erkennen. Ein Mund-Nasen-Schutz bietet nicht nur eine etwaige notwendige Prävention, sondern einen verlässlichen Schutz des Gegenübers vor möglicherweise infektiösen Tröpfchen (Fremdschutz) und trägt auch klar zur Sicherheit des Trägers bzw. der Trägerin (Eigenschutz) bei.
  • FFP-Masken (partikelfiltrierende Halbmasken) sind Gegenstände der persönlichen Schutzausrüstung im Rahmen des Arbeitsschutzes und haben den Zweck, die Trägerin oder den Träger vor Tröpfchen und Aerosole zu schützen. Wie auch ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske) müssen FFP-Masken strenge gesetzliche Anforderungen und technisch klar definierten Normen erfüllen. In Tests mit Aerosole müssen FFP2-Masken mindestens 94 Prozent der Aerosole filtern. Sie bieten daher nachweislich einen wirksamen Schutz gegen diese. Die Prüfnorm sowie ein CE-Kennzeichen mit einer vierstelligen Kennnummer der Prüfstelle sind auf der Oberfläche der FFP-Maske für alle Anwender gut lesbar aufgedruckt.