Schützende Produkte für den OP-Saal

Medizinische Ausstattung für den chirurgischen Einsatz

Die Medizin hat sich von jeher durch ein großes Maß an Details weiterentwickelt. Vielmehr ist sie sogar darauf angewiesen, um akkurate Ergebnisse zu schaffen. Sei es ein präziser Schnitt zu Beginn oder das Timing während des Eingriffs, um ein Menschenleben zu retten. Ein Vorteil für medizinisches Personal ist es natürlich, wenn die Grundvoraussetzungen unter besten qualitativen Eigenschaften gegeben sind.

Ein guter Operationssaal sollte selbstredend über bestimmte hygienische Gegebenheiten verfügen. Bereits der Aufbau des gesamten Gebäudes trägt für den bestmöglichen Ablauf in der Vor- und Nachbereitung von jeglichen Eingriffen Sorge: Von Personalumkleideräumen mit Dusche, Toilette und Spinden für die Straßenkleidung, ein Waschraum, um das Fachpersonal zu sterilisieren und ein Einleitungsraum für die Anästhesisten, die für die Narkotisierung des Patienten zuständig sind. 

Was muss beachtet werden, bevor man einen OP-Saal betritt?

Um den Operationssaal betreten zu dürfen, muss medizinisches Personal durch eine Schleuse, um eine Behandlung der Patienten ohne schädliche Bakterien und Keime vornehmen zu können und Patienten unter solchen leicht angreifbaren Konstitutionen maximal schützen. In allen Räumen ist eine “reine” Seite und eine “unreine” vorhanden, in der sich Fachpersonal vor der Operation in der reinen Zone zu bewegen hat, während nach der OP eine Entkleidung in der unreinen geschieht.

Im Vordergrund steht daher die Vermeidung einer Infektion bei Patienten. Unterstützend wirken ebenfalls spezielle Luftfilter und -zufuhrsysteme, die zum sterilen Umfeld des OP beitragen. In einem solchen Umfeld wir ebenfalls bewusst auf Tageslicht und Fenster verzichtet, um möglichst perfekte Lichtverhältnisse konstant zu gewährleisten.

Grundsätzlich gilt es Geräte und Organisationseinheiten möglichst an Wand und Decke zu befestigen, um Gefahrenherde wie Stolperfallen zu umgehen. Des Weiteren sind Strom, Wasser und sonstige Zu- als auch Abfuhren entsprechenden, getrennten Systemen zugehörig. Das bedeutet, dass bei einem Stromausfall der Operationssaal auf einem anderen Stromnetzwerk liegt und mit einem eigenen Notstromaggregat bzw. -netz betrieben werden kann. Der Operationssaal als Arbeitsplatz für Chirurgen und medizinischem Fachpersonal ist zwar zwangsläufig entindividualisiert, jedoch vor allem dadurch funktionell gehalten, von privaten Ablenkungen bzw. äußeren Einflüssen abgeschirmt. 


Was muss bei Kleidung in OPs beachtet werden?

Neben den räumlichen Konstitutionen ist auch genormt, welche Kleidung wie durch medizinisches Personal zu tragen ist. 

Der Zutritt zum Operationsbereich ist dem Fachpersonal beispielsweise nur gestattet, wenn folgende Bestandteile der persönlichen Schutzkleidung (PSA) tragen:

  • OP-Kleidung, dazu gehören Kasack, Hose und OP-Schutzkittel 
  • Schutzhaube
  • Mund-Nasen-Schutz
  • OP Schuhen mit Socken
  • Handschuhe

Zu bemerken ist an dieser Stelle, dass die meisten Teile der PSA in diesem Bereich in der Farbe Blau gehalten wird. Dies hat viele Gründe. Exemplarisch ist hierfür die Tatsache, dass Blut auf blauer Farbe wesentlich weniger aufregend aussieht als auf weißer Kleidung. 

Im Berufszweig der Pflege als auch dem medizinischen Bereich werden vorrangig Kasacks getragen. Dies ist darin begründet, dass dem Träger darunter der für eine optimale Behandlung notwendige Freiraum ermöglicht, etwaige störende Nähte maximal vermieden und gleichzeitig ein Schutz vor Keimen und Sekreten geboten wird.

Was muss bei OP-Schutzkitteln beachtet werden?

Eine weitere wichtige Rolle im Bereich der Operationen nimmt der Schutzkittel ein. Das Material des Kittels muss sowohl steril als auch fusselarm und atmungsaktiv sein. Mit Bändchen an Hals und Taille kann für einen angenehmen Tragekomfort gesorgt werden. Um Kreuzkontaminationen zu vermeiden, werden unsere OP Kittel als einmal Produkte hergestellt und sind nach der OP umgehend zu entsorgen.

Darüber hinaus ist eine medizinische Schutzhaube vom Fachpersonal zu tragen, um dem Verteilen von Haaren mit maximaler Effektivität vorzubeugen. Gleichzeitig ermöglicht dieses Produkt dem Träger, dass auch dieser vor Keimen und Sekreten des Patienten im Kopfbereich bestmöglich geschützt ist.

Für den Mund-Nasen-Schutz gibt es verschiedene Qualitätsstufen, wie z.B. die FFP2-Maske oder die medizinische Maske. Der Unterschied der Modelle liegt in der Filterleistung und dem Anliegen an Nase und Wangen. Während die FFP2-Maske beispielsweise den besten Schutz im Bereich der eng anliegenden Maske bietet, punktet die medizinische Maske im Alltag und im Tragekomfort. Genaueres Informationsmaterial über jegliche Unterschiede einzelner Produkte, deren Kategorien und eine adäquate Nutzung sind in weiteren Blogartikeln hier auf unserer Homepage beschrieben.


Was muss bei OP-Schuhen beachtet werden?

OP Schuhe (auch Clogs genannt) bestehen aus thermoplastischem Material. Zudem müssen sie i.d.R. über folgende, weitere Eigenschaften verfügen:

  • antistatisch
  • rutschhemmend
  • serialisierbar bei 135 °C
  • maschinenwaschbar bei 90 °C 
  • hoher Tragekomfort
  • geeignet für hygienische Bereiche (Pharmaindustrie, Laboren, Operationssäle)

Wir erfahren gelegentlich von Begebenheiten, dass manche Ärzte und OP-Helfer auch im OP-Bereich noch privaten Socken und Strümpfe unterschiedlichster Materialien tragen. Dies ist sehr problematisch, da diese Art oftmals nicht einmal kochfest ist. Solche Fußbekleidung hat im sensiblen OP-Bereich nichts verloren, da der notwendige hygienische Standard unter diesen Umständen niemals eingehalten und medizinische Anforderungen für eine bestmögliche Behandlung nicht entspricht. 

Das korrekte Kleidungsstück für die Behandlung bei solchen Eingriffen sind OP-Socken. Zu dieser Kategorie gehören auch praktische Überzieher für die Schuhe, die beispielsweise auf der Intensivstation eingesetzt werden. Der Hygiene- und Schmutzschutzschuh schützt vor Flüssigkeiten und Verschmutzungen der täglichen Schuhe.

Auch im Bereich der medizinischen Handschuhe können wir mit zertifizierten Produkten aufwarten, die nach modernsten Qualitätsstandards gefertigt werden. Unser Produkt besteht aus Nitril und bietet hervorragenden Schutz im OP. Um mehr zu diesem Thema zu erfahren, lesen Sie doch den Artikel über unsere Nitrilhandschuhe 

Wie werden nun alle Bestandteile der PSA angelegt und nach dem operativen Eingriff wieder sachgemäß abgelegt?

Anlegen der Schutzausrüstung (durch die 1-Person-Methode): 

  • Hygienische Händedesinfektion 
  • Anlegen des Einmal-Schutzkittels, mit Verschluss der Bündchen an Hals und Taille (hier Schließung der Bündchen vorne)
  • Anziehen der Schutzhaube: Bei langen Haaren sollten diese vollständig in der Haube sein.
  • Anziehen des Mund-Nasen-Schutzes:
    Optimaler Sitz ist zu beachten (dazu die Maske in der Hand vorformen und dann aufsetzen. Erst danach Bänder über die Haube hinter die Ohren klemmen. Maske vollständig über das Kinn ziehen und am Nasenrücken anformen. Auch hier sollte ein korrekter Sitz überprüft werden.
  • Anlegen der Handschuhe: Es muss darauf geachtet werden, die Handschuhe über die Ärmel des Kittels anzulegen.

 Ablegen der Schutzausrüstung:

  • Öffnung des Taillenbandes
  • Ablegen der Handschuhe (Tipp: Hand 1 greift das Bündchen der Gegenhand und streift es nach vorne über den kleinen Finger und den Ringfinger. Dann mit der zweiten Hand im Pinzettengriff den Handschuh der ersten Hand ebenfalls im Ballenbereich greifen und vorsichtig komplett abstreifen und entsorgen. Schlussendlich mit der freien Hand den verbliebenen Handschuh abstreifen) 
  • Hygienische Händedesinfektion
  • Abstreifen des Kittels: Nackenbändchen öffnen und an der Innenseite des Kittels greifen, dann nach vorne abstreifen (wobei der Kittel auf links gedreht wird). Kittel einschlagen und entsorgen. 
  • Hygienische Händedesinfektion
  • Ablegen des Mund-Nasen-Schutzes 
  • Ablegen und Entsorgen der Schutzhaube
  • Hygienische Händedesinfektion

Mit unseren zertifizierten Produkten wollen wir das Arbeiten in der Medizin ein Stück weit für medizinisches Personal verbessern und vereinfachen, während auch Patienten vom Schutz in vollem Maße profitieren können. An uns selbst stellen wir ein Höchstmaß an Qualität und stellen unsere Produkte deshalb ausschließlich in Deutschland her. Wenn Sie mehr über unsere Produktauswahl erfahren möchten oder Fragen zu unserer Herstellung haben, beraten wir Sie sehr gerne und umfassend.